Eltern-Kind-Psychotherapie

Von der Helmut Mader Stiftung gefördertes Präventionsprojekt erhält den „Großen Präventionspreis 2015“ von Baden-Württemberg.

Bereits zum 2. Mal hat die Helmut Mader Stiftung ein Forschungsvorhaben an der Universität Heidelberg zur Entwicklung einer mentalisierungsbasierten Eltern–Kind-Psychotherapie gefördert. Bei dem Vorhaben geht es um ein mentalisierungsbasiertes, beziehungsstärkendes Therapiekonzept, das in Gruppen für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern bis zum Alter von 3 Jahren umgesetzt wird. Entsprechend den Zielen der Helmut Mader Stiftung wurde in dem Konzept ein Fokus auf eine Gruppe alleinerziehender Mütter und Väter gelegt.

Die positiven Erfahrungen mit dem Therapiekonzept waren Anlass für die Projektleiterin, Frau Dr. med. Christine Bark, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, das Konzept auch in der Primärprävention einzusetzen. Dazu wurden in einer zweitägigen Schulung und einem dreitägigen Selbsterfahrungsseminar KrippenerzieherInnen zu relevanten Entwicklungsthemen in der frühen Kindheit geschult. Das Konzept des Mentalisierens und die Entwicklung der Mentalisierungsfähigkeit wurden erläutert und eine mentalisierungsbasierte Haltung gestärkt. In einem weiterführenden Schritt wurden diese Inhalte und die mentalisierungsbasierte Haltung von den ErzieherInnen an die Eltern im Sinne einer supervidierten Eltern-Kind-Aktivität vermittelt. Die Erzieherinnen erhielten in dieser Phase ein regelmäßiges Supervisionsangebot. Die Vorzüge des Konzeptes für die Primärprävention haben das Saarland veranlasst, das Konzept in größerem Rahmen zu erproben. Diese Phase ist inzwischen mit großem Erfolg abgeschlossen und soll nun auf weitere Bundesländer ausgeweitet werden. 

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